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Dostojewskij, Goethe, Beethoven und die Erdbeere – eine Art Daumenkino zum Verfall von Kultur & Natur

Ach je, ach je, da wollte ich eigentlich ganz anders beginnen, aber Apple zwang oder muß man sagen verführte mich zu einem anderen, passenderen Einstieg.
Dieser Einstieg war bereits das erste Wort, das des Dichters, was das Rechtschreibprogramm, das eigentlich AI-mäßig mit allen Wörtern gewaschen und damit vertraut sein sollte, aber nichts desto trotz erscheint das Wort „Dostojewski“ mit oder ohne „j“ am Ende permanent rot unterstrichen. Geht man der Sache auf den Grund und klickt es an, so ist das Wort „unbekannt“, es gibt auch keinen Ersatz dafür.
Da bin ich sehr, sehr froh, daß das nicht mit Goethe und Beethoven auch geschehen ist, diese beiden sind in Amerika offenbar doch noch, wohlgemerkt „noch“ bekannt, dasselbe gilt für ein Weilchen noch (!) ,it dem Wort „Erdbeere“, wahrscheinlich wegen des damit verbundenen künstlichen Aromas.
Aber diese kleine „Episode“ zeigt schon, worauf ich hinweisen will, nämlich auf den teils schleichenden, teils rasenden Kulturverfall auf allen Ebenen.
Wie Wasser sich in Gebäuden seinen Weg zu bahnen versteht und in jede Ritze dringt, so dringt auch der Kulturverfall unaufhaltsam mit bleibenden Schäden bis zum totalen Verfall in alle Schichten der Gesellschaft.
Aldous Huxley (kennt hier in der CH auch niemand…) kannte noch 5 Kasten von Menschen von Alpha bis Epsilon. Aber auch dort gab es im Jahre 632 nach Ford weder Religion noch KUNST noch Wissenschaft. („Aldous“ kennt „das System“ übrigens auch nicht, auch das erscheint rot unterstrichen, zum Glück wurde noch (!) Huxley ins System eingespeist, immerhin.)
Hier in der Schweiz hat die Bildungslosigkeit inzwischen oder immer schon – wer weiß das schon, da müßte man jahrelang nachforschen, was sinnlose Zeitvergeudung wäre – alle Schichten und Gruppen ergriffen, Kultur ist wirklich nur noch reinste Fassade, wobei „reinste“ weiß Gott nicht „sauber“ meint.

Das beste, weil auffälligste Beispiel bin ich selbst und dieser mit Worten kaum zu beschreibende Skandal zeigt auch die enorme, lebensbedrohende und Leben vernichtende Gefahr dieser völligen Bildungslosigkeit.
Gewöhnlich denkt man ja, Dummheit sei nicht weiter schädlich und auch nicht ansteckend, sofern man seine Gene durch Fortpflanzung nicht verstreut, was allerdings kaum auszuschliessen ist in einem recht kleinen Alpenländchen.

Nun denn, der Erkenntnisprozess, wie extrem kulturlos und ich will nicht sagen „unterbelichtet“ die Menschen (ok, ok, nicht alle, es gibt vielleicht hier und dort sogar weitgehend versteckt und abgeschirmt lebende Ausnahmen) hier sind, was nicht ganz so schlimm und schrecklich wäre, käme nicht eine enorme, auf Jahrhunderte zurückgehende Tradition der Fremdenfeindlichkeit hinzu.
Diese Fremdenfeindlichkeit ist keine allgemeine, nein, nein, sie ist sehr spezifisch und bezieht sich lediglich auf all die Menschen, die kulturell und gebildet wesentlich höher stehen.
Man muß sich in diesem Land also hüten, den Mund aufzumachen und etwas wirklich Kluges von sich zu gehen.
Floskeln, Allerweltplattitüden sind ok, da wird der Schweizer noch nicht hellhörig, das weckt noch nicht seinen Unterlegenheitsinstinkt, denn in Worte fassen kann er das nicht, das ist ja gerade der von Schiller so gut beschriebene Fluch der Dummheit, daß der Dumme seine Dummheit gar nicht bemerken kann. Er weiß oder ahnt nur, da ist irgendetwas, was er nicht hat und dann schlägt er gnadenlos zu.
Man muß sich als Akademiker in der Schweiz möglichst dumm geben, dann geht’s, dann glaubt der -wesentlich minder bemittelte – Schweizer, er habe noch Luft nach oben, sprich er braucht dieses Überlegenheitsgefühl, auch wenn es nur gefakt, gespielt ist.

Es ist analog wie bei einer Leichathletikmeisterschaft, da müßte analog gesehen der Schnellere extra langsam laufen, um dem Schweizer die Illusion zu lassen, er, der viel langsamere Schweizer sei schneller – andernfalls muß man hinterrücks und feige mit harten Konsequenzen rechnen, denn da kennt der Schweizer kein Pardon, koste es was es wolle.
Wie absurd und gefährlich das werden kann, zeigt – es paßt rein „zufällig“ auch gut hier hinein – mein Beispiel.
Bekanntlich arbeite ich in gleich drei Kategorien oder Sparten hier als Künstler (angeblich, glaubt man den alten Texten und Traditionen, die wichtigste Spezies überhaupt, vorausgesetzt, es ist echte, schöne, harmonische Kunst, was bei mir der Fall ist), Malerei, Bildhauerei und Wortkunst.

Hier geht es um eine der drei Sparten, die Malerei. Um existieren zu können, braucht jeder Maler nun mal ein Atelier, welches wesentlich existentieller ist als für den Wassersportler das Element Wasser. Ein Leistungsschwimmer ohne Wasser macht irgendwie keinen Sinn, ebenso wie ein Reiter ohne Pferd, wobei der noch zu Fuß gehen könnte. . .
Bei einem längeren Arbeitsaufenthalt in Wien besuchte ich vor 6 Jahren die dortigen Museen und im besonderen die der Jugendstilmaler, von deren Werken ich begeistert war, was sich, zurückgekommen in die Schweiz, als fatal herausstellte.
In meiner Begeisterung schrieb ich nämlich in meinem privat als „Tagebuch“ genutzten Facebook Account – vor 6 Jahren, wohlgemerkt – den inzwischen weltberühmten und eben von niemandem verstandenen sehr einfachen deutschen Satz: „Wahre arische Kunst ist heute wichtiger als jemals zuvor. Sie soll uns KRAFT & MUT & ZUVERSICHT geben und unsere Sinne frei machen für die WAHRHEIT, die SCHÖNHEIT & die LIEBE.“
Es wäre vollkommen sinnlos gewesen, lediglich „Kunst“ geschrieben zu haben, denn was heute in allen Museen und Galerien als solche gezeigt wird, hat eher die Kraft, alle Menschen abzuschrecken als ihnen Schönheit zu vermitteln. Also mußte – es war ja eine sehr spontane Notiz, ein Gedankenblitz, ein Ausruf der Freude und Begeisterung in der Rückschau – etwas Erhabenes, Edles verwendet werden und genau das meint der Jahrtausende alte Begriff „arisch“. Um jegliches Mißverständnis auch für den allerdümmsten Troll wohl zu vermeiden – dieser Gedankenblitz ist immerhin 6 Jahre her – habe ich wohl noch das alles absichernde und erklärende „wahre“ davor gesetzt, ich hätte es auch weglassen können, der Satz erklärt sich eh von selbst und es ist abgesehen davon jedem Künstler freigestellt, welche Kunst er schön findet.
Wäre Wien ein Kurort, hätte ich schreiben können, „wahre klare Luft ist heute wichtiger denn je.“ Wäre ich statt in Wien in Frankreich gewesen, hätte ich vielleicht für den Wein dort geschwärmt, dann wäre mir das verdreht worden, der Feigheit und Ruchlosigkeit sind keine Grenzen gesetzt – nach „unten“ gibt es keine Limits.
Langer Rede kurzer Sinn, „Freunde“ von mir, quasi Mieter neben meinem Atelier versuchten Geld zu erpressen und weil ich das nicht so cool fand und nicht zahlte, suchten sie das ganze Internet ab, alles, was ich in 10 Jahren so geschrieben hatte auf FB und man kann es sich mit viel Phantasie denken, sie fanden das Zitat, verstanden es nicht, konstruierten daraus, ich stelle im Atelier „arische Kunst“ her, sei folglich so ein N.-man also ein N. mit einem —ist am Ende, zeigten mich an beim Vermieter, der, ebenfalls – siehe oben – nicht in der Lage, einen einfachen Deutschen Satz ohne Nebensatz auch nur halbwegs vom Sinn her zu verstehen – die Folge: seit 11 Monaten bin ich einer Dauerfolter ausgesetzt, mein Atelier, also meine Existenzgrundlage, hat man mir gleich 2 mal letztlich wegen des Satzes gekündigt, ohne in diesen 11 Monaten wenigstens die Unsinnigkeit auch nur halbwegs begriffen zu haben.

Der Hauptverantwortliche, ich nenne bewußt keine Namen, schließlich begreift ja kein einziger Schweizer egal welcher Schicht diesen Satz, schwärmt tatsächlich nicht für Dostojewski, sondern für Tolstoi und sein Werk „Krieg und Frieden“. Zusätzlich sieht man ihn nie ohne die vor vielen, vielen Jahren einmal anspruchsvolle und ab und zu auch journalistisch gute Süddeutsche Zeitung unter dem Arm herumlaufen oder stehen.

All das trifft genau den Kern des Blogs, das völlige Verschwinden von Kultur und Bildung und das Übrig bleiben einzig noch der leeren Hüllen wie bei der hinterlassenen Larvenhaut eine geschlüpften Libelle, nur mir dem Unterschied, daß die Hülle gleichzeitig der Kern ist, ähnlich der allmählichen Verwandlung eines Klassikers der Literatur in eine Tapete.
Aber der Reihe nach:
Zu Beginn haben wir also diesen Dichter der Klassik, Romantik oder des Realismus, was auch immer. Der wird verlegt, gelesen, diskutiert und interpretiert. So weit, so gut.
Es gibt den Spruch von Brecht: Wie lange dauern die Werke? Solange wie sie gelesen werden . . .
Ein Land lebt von seinen Künstlern, egal ob es Musiker, Maler, Dichter oder „nur“ Denker sind. Die Literatur ist das absolute Fundament eines jeden Staates, den Wurzeln eines Baumes vergleichbar.
Hier in der Schweiz ist, wie man sich leicht ausmalen kann, wenn Amtsleute nicht einmal in der Lage sind, einen deutschen Satz zu verstehen und aufgrund dieses Unvermögens eine Künstlerexistenz in mühsamer Folterarbeit nach und nach zu zerstören versuchen mit allen Konsequenzen und Folterqualen, mit allen Merkmalen von klassischer Folter – sehr bewußt und hartnäckig, ohne die geringste Rücksicht auf den Menschen, den man samt seiner Menschenrechte monatelang mit Füssen, mit Stiefeln tritt, wie es George Orwell in einem letzten Interview in aller Deutlichkeit vorausgesagt hat: Satanismus und Sadismus, ausgeführt von Hardcore-Psychopathen.
Sie scheinen es förmlich enorm zu geniessen, wie eine Naturgewalt einem Menschen, einem Künstler alle Sicherheit des Lebens unter den Füßen wegzuziehen und völlig ungestraft von der Justiz Selbstjustiz, Lynchjustiz spielen zu dürfen, so wie psychisch kranke Kinder heimlich Tiere quälen und sich beim langsamen Töten stark und sicher vor der Verfolgung fühlen – brutal und zutiefst widerlich, Menschenverachtung, die an Barbarei erinnert, an Hexenverbrennung.
Nicht nur, daß sie ALLE damit ihr jetziges Leben verwirkt haben, sie ahnen ja nicht einmal, was ihnen ALLEN nachher erst blühen wird. Die Literatur könnte es ihnen beantworten, aber die lesen und verstehen sie ja ALLE nicht.
Das sind die Folgen, grenzenloser Kulturlosigkeit, auch gegenüber der Literatur. Wenn man nicht einmal einfachste Sätze versteht, muß man folglich davon ausgehen, daß wahrscheinlich kaum noch ein Schweizer in der Lage ist, einen literarischen Text zu verstehen.
Klar, die können in ihrer stockenden unbeholfenen Art noch die einzelnen Worte in Hochdeutsch lesen, aber nach einem Satz werden sie den Zusammenhang schon vergessen haben, da sie nur auf das einfache Lesen konzentriert sind, was ihnen schon geistige Höchstleistungen abverlangt und sie erschöpft zurückläßt, wenn sie beispielsweise ein kleines Gedicht von Schiller gelesen haben.
Die Höchstleistung ist dann das reine Lesen, von verstehen und begreifen oder gar anwenden und interpretieren nicht die leiseste Spur, das wäre nicht nur zu viel verlangt, das liegt offenbar selbst bei den heutigen und sicher auch früheren Deutschlehrern in der Schweiz ganz außerhalb des Denkbaren.
Das ist vergleichbar so als sei ein Lehrer oder Schüler oder Professor in der Schweiz heilfroh, wenn er mit dem Smartphone telefonieren kann, alles andere läge, verglichen mit und bezogen auf die Literatur und Kunst im Bereich des Unmöglichen und Undenkbaren, einfach weil es die Qualitäten und Kapazitäten übersteigt.
Man stelle sich einen Ackergaul beim Dressurreiten vor – das arme Tier weiß ja gar nicht, was es soll. Das kann einen Pflug ziehen und einen vollbeladenen Wagen, aber mehr auch nicht.
Bezogen auf unser Beispiel hätten wir aber nach aussen hin zur Dressur und zum Springreiten vorgesehene Pferde vor uns, aber sie können weder das eine noch das andere und sind zu nichts zu gebrauchen, es existiert eben nur noch die Hülle. Man hält sie bestenfalls für Turnierpferde, aber wie bei potemkinschen Dörfern bestenfalls bei guten Schauspielern ist der Kern die Hülle.
Die wenigsten Schauspieler verstehen das, was sie spielen – vorausgesetzt es ist hochwertige Literatur.
Viele versuchen so gut es geht, sich in die Rolle des Charakters, den sie spielen sollen, hinein zu fühlen, aber die Hülle hat eben keinen Kern und bleibt Hülle.

Wer den oben zitierten Satz nicht einmal zu begreifen in der Lage ist und mir für etwas, was er in seinem Leben nie verstehen wird, kündigt, mein Leben zerstört, wie könnte dieser Mensch auch nur einen Satz von „Krieg und Frieden“ verstanden haben, von der SZ ganz zu schweigen.
Das meine ich mit der allmählichen, längst in ferner Vergangenheit schon vollzogenen Aushöhlung der Kultur.
Das Furchtbare ist dann, eben, was ich mit Dummheit meinte, daß solche Leute dann wie ein führerloser Truck blind die Autobahn entlang fahren, unzählige Kleinwagen samt Insassen unter sich begrabend wie ein Panzer und erst gestoppt werden kann, wenn das Benzin alle ist oder der Track in dem von ihm verursachten Chaos stecken bleibt.
Das ist Macht, kombiniert mit Dummheit, gegen die laut Schiller selbst die Götter machtlos sind.

Insofern ist die Kulturlosigkeit extrem gefährlich, weil sie die letzten Kulturträger unter ihrer blinden Eigenlast zu erdrücken droht, was im geschilderten Fall noch extrem untertrieben ist.

Wenn und weil keine einzige der involvierten Amtspersonen und Rechtsanwälte in der Schweiz den deutschen Satz zu begreifen in der Lage sind, dann vermute ich, um auf die Überschrift zurück zu kommen, daß kaum ein Schweizer Schüler in der Lage sein wird, wenn überhaupt mehr als einen Schweizer Schriftsteller zu nennen, von Inhalten seiner Werke wollen wir erst gar nicht reden. Auch hier haben wir wieder diese „Hüllenproblematik“, die potemkinschen Dörfer und die Künstlichkeit aller Fassaden.
Denn diesen Menschen sieht man ihre Kulturlosigkeit, um nicht zu sagen grenzenlose Dummheit und Engstirnigkeit nicht an – nach aussen sehen sie ja meist halbwegs „normal“ an, bestenfalls, wirklich bestenfalls . . .

Und Kulturlosigkeit, Traditionslosigkeit, die über das Läuten von riesigen Kuhglocken hinausgeht, vor allem aber das Fehlen jeglicher, also wirklich jeglicher Ethik und Moral – genau dazu soll Literatur ja erziehen – verwandelt ein Volk in eine dumpfe, leicht zu steuernde, leicht zu indoktrinierende, leicht aufzuhetzende Masse, wie ich das bei mir ja seit 11 Monaten sehe und erlebe.

Kultur und Literatur sind eben kein Luxus, auf den man verzichten kann, sie sind das Haupt und die Seele eines jeden Volkes, ohne die es zum gefährlichen, blinden Monster degradiert, wie wir es bei unserem „Brudervolk“ vor dem Ersten und Zweiten Weltkrieg gesehen haben: sie hatten sich schon vor dem Ersten Weltkrieg geschworen, niemals, niemals, niemals gegen die edlen Deutschen zu kämpfen, ihre Brüder und Schwestern, die sie verehrten wie alle Welt die Deutschen verehrte und liebte – bis auf ein kleines, winziges Volk in den Alpen . . . das vor Neid erblaßt, wenn es nur den Namen hört.

Selbst dies alles wäre nicht halb so furchtbar und aussichtslos, wenn diese „Hüllengeschichte“ ohne Inhalt nicht in allen Bereichen der „Kultur“ eben wie eindringendes und alles durchdringendes Wasser zu beobachten wäre.

Die Erdbeere ist ja auch nur ein Beispiel, eine Metapher für letztlich ALLES in dieser wie von Termiten völlig hohl gefressenen Endzeit-Welt, die jeden Moment einstürzen kann, eben weil nur noch die Hülle besteht. Auch ein aufgeblasener Luftballon sieht bis kurz vor dem Zerplatzen beeindruckend und riesig aus . . .

Die nach dem Krieg Geborenen haben, um auf die Erdbeere zurück zu kommen, immerhin noch eine in vielen Bereichen halbwegs heile Welt erleben dürfen – die Verletzungen dieser Welt waren uns gar nicht bewußt, von ihnen haben ja auch nur die Dichter, die nur noch Schriftsteller und Autoren waren, bestenfalls ein wenig berichtet; denn das war ja ihre eigentliche Aufgabe letzten Endes der Menschheit gegenüber. Nur wenige haben dieser ethischen Verpflichtung nachkommen können, nicht weil sie nicht wollten, sondern weil schon sie nicht mehr konnten. Sie waren durch all die Kriege und Zerstörungen geistig, moralisch ausgelaugt, sie konnten quasi den Staffel-Stab der Vorläufer gar nicht aufnehmen, meist waren diese Vorläufer ja, um im Bild zu bleiben, von fremden Kräften auf der Strecke niedergestreckt worden, der Staffelstab nicht mehr auffindbar. Den meisten war der Stab der Vorläufer aber viel, viel, viel zu schwer, viele waren sich der ihnen übertragenen Aufgabe aber schlicht gar nicht mehr gewachsen, vergleichbar einem Musiker in einer zerbombten Stadt, der nicht einmal mehr ahnt, daß es dort einmal ein Orchester, ein Symphonieorchester gegeben hat und der statt seiner Geige nur noch den Geigenstock in den Händen hält und nun versucht, damit wahllos auf irgendwelchen Gegenständen Töne zu erzeugen. Das in etwa war die Situation der meisten Schriftsteller im Deutschland der Nachkriegszeit, ja der Künstler allgemein.
Daß ihre Kunst den Grundstock der Gesellschaft bilden sollte, ihre Wurzeln, das ahnten sie nicht einmal, die vermeintlichen Siegermächte hatten ihnen einen ganz anderen Auftrag gegeben. . . schließlich wollte sie ja die totale Zerstörung vor allem der deutschen Kultur und Literatur.
Ein gewisser ruchloser Freimaurer namens Churchill wollte explizit „den Geist Schillers aus allen Deutschen heraustreiben.“

Zurück zu den nach dem Krieg Geborenen, zu denen viele Bücher voll zu schreiben wären, aber hier geht es ja um die Erdbeere.
Und in der Tat, bei aller bewußten, gewollten, gezielten Zerstörung aller deutschen Städte und ihrer kulturellen Symbole durch die Alliierten war es ihnen nicht gelungen, auch die Äcker so zu zerstören (es gab ja noch keine Chemtrails), daß die dort geernteten Früchte NICHT ihren wunderbaren, typischen Geschmack hatten, den sie seit Menschengedenken immer hatten.
So haben wir noch den echten Geschmack von Erdbeeren kosten dürfen und dachten ganz selbstverständlich – wie bei allen Dingen – das würde immer so bleiben, da es ja auch immer so war.
Dem war leider nicht so. Und genau wie die Kultur unterminiert, entkernt und ausgehöhlt wurde, so wurde auch den Früchten der ursprüngliche reine Geschmack entzogen und wurde unmerklich durch künstliche Aromen erzeugt.
Mit der Natur ist es genauso wie mit der Kultur: das Echte gibt es nicht mehr.
Es gibt Beethoven als Bronze- und Gipsbüsten, die letzten Überbleibsel einer einst blühenden Kultur.
Und da Beethoven keine Bücher geschrieben hat, sondern Schallplatten und später CD’s mit seinen Werken bespielt wurden und weil es kaum noch Klassikplatten und kaum noch CD’s gibt, weil alles nur noch digital, virtuell gestreamt wird, verschwindet auch nach und nach, also eher rasend schnell die Erinnerung an Beethoven.
Heutige Schüler hier werden, nach Beethoven gefragt, vielleicht noch stolz antworten oder eher fragen: War das nicht früher mal ein berühmter Musiker?? Mehr wird nicht übrig geblieben sein im Zeitalter des Rap und Hiphop, also der „wahren“ edlen, schönen Musik. . . .
Und eben: den heutigen Musiklehrern wird es nicht viel anders gegen. So dumm wie die Deutschlehrer werden sie allein deshalb nicht sein, weil Musik ein anderes Medium ist, aber auch sie sind ja Kinder ihrer Zeit und für sie war Techno das einzig Wahre.
Und wenn man hier in der Vor-Corona Ära ins Konzert ging oder ins Theater, so begegnete man ausschließlich den beiden Generationen: 70 plus und 80 plus. Von Kontinuität keine Spur, nicht ein Hauch von Kultur, sieht man von sehr eifrigen, wunderbaren Asiaten als Träger deutscher Musikkultur einmal ab.

Sicher, es mögen noch Klassiker der Literatur verkauft werden, aber seien wir ganz ehrlich: kein Schweizer versteht ja was drinsteht, also würde es keinerlei Unterschied machen, wenn man so ehrlich sein würde, nur noch Buchrücken mit Titel und evtl. kurzer Inhaltsangabe auf der Rückseite herzustellen und ansonsten so viel leere Seiten wie das Original gehabt hätte. Würde man das so handhaben, nichts, aber auch gar nichts würde sich verändern, 99,99 % der Buchkäufer würde es gar nicht auffallen.
Es sind ja eh nur Minisaurier, Überreste einer einst vor langer Zeit (wenn überhaupt !!!) kulturell angehauchten Zivilisation, die jetzt weder kulturell noch zivilisatorisch angehaucht zu sein scheint.
Fade nach nichts schmeckend und nur nach aussen hin lecker ausschauenden Erdbeere. Beim Verzehr, den man gütigst unterlassen sollte, zieht sich alles im Mund zusammen und man greift lieber zu einem Erdbeershake – natürlich mit künstlichen Aromen, denn wo soll man in diesen kaputten, kultur- und naturlosen Zeiten noch echten Erdbeergeschmack herholen – aus China etwa ??
Und die Erdbeere und die Literatur stehen beide ja nur stellvertretend für die Vollzerfall unserer Kultur, Natur und allem, was uns früher und vielen auch heute noch heilig war und ist.

Think about it . . . !!

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