Ohne Maske ist jetzt „pfui“ – willkommen im „new normal“

Berner Kantonsärztin fordert Maskenpflicht im Freien
https://www.20min.ch/story/experten-fordern-schweizweite-maskenpflicht-455642807147

Das ist doch mal endlich ne echte Kampfansage!!
Die Frau denkt einfach praktisch. Vorbei die Zeiten, wo man, bevor man aus dem Haus ging, alle Nachrichtenkanäle lange studieren mußte, wo und wann und ab welcher Hausnummer usw. usf. man wie welche Maske in welcher Farbe und welchem Design tragen muss, um einer hohen Busse/Strafe noch knapp zu entgehen.
Nein, das ist konsequent und mutig: Maskenpflicht für alle und das überall, Tag & Nacht, Sommer, Herbst, Winter und erst recht im Frühling – da werden die Menschen nicht nur erleichtert aufatmen, nein, sie werden förmlich aufblühen – ich denke da an Helmut Kohls versprochene „blühende Landschaften im Osten“, auf die wir heute noch so vergeblich warten wie die Wiederkunft Kaiser Barbarossa oder die des kleinen Jesuskind in der Krippe.
Nun denn, das hier ist definitiv der Durchbruch, auf den wir alle schon lange gewartet haben.
Der eine oder andere wird sich gefragt haben oder nun fragen, warum er / sie nicht eher darauf gekommen ist, warum erst eine Kantonsärztin kommen mußte usw..
Nun, das ist eben so und nicht zu ändern, Hauptsache die Lösung ist nun endlich da !!

Und noch etwas ist dabei förmlich genial: Wie viele Menschen sind bei dem Lockdown all die Wochen und Monate freudestrahlend und fröhlich durch die Straßen, Gassen und Parks gelaufen, erleichtert, endlich nicht mehr dieses oder jenes Antlitz, diesen oder jenen Menschen, diese oder jene Gestalt sehen zu müssen. Es war doch auch ein Stückchen Erholung.
Nicht mehr dieses ewige: „Um Himmels Willen, der oder die schon wieder! Ich ertrage es nicht, all diese Typen zu sehen!“ Aus und vorbei.
All diese Gesichter, die man froh war, daß sie einem verborgen blieben, ganz einfach weil die Straßen ja weitgehend menschenleer waren und sogar die Wildtiere sich wieder hervortrauten, die Natur also tatsächlich wieder zu blühen und sich zu regenerieren anfing, all diese Gesichter verschwinden nun mir nichts, dir nichts unter Masken, unter Millionen und Abermillionen Masken.
Aus dem „ich kenne keine Parteien mehr, ich kenne nur noch Deutsche“ ( oder ähnlich 😉 ) wird nun: „Ich kenne keine Deutschen, keine Ausländer, keine Migranten oder Politiker mehr, ich kenne nur noch Masken!“
Einzig die Polizei ist nach wie vor erkenntlich in und durch ihre martialisch-militärischen „Über-Masken“, stärker behelmt als seinerzeit die wilden Krieger von Dschingis Khan.

Bei all dem Lob für diesen genialen Einfall, darf man eine eher kleine kosmetische Besonderheit nicht ganz verschweigen, die man fast als „Nachteil“ bezeichnen könnte, würden all die Vorteile nicht so gravierend in die Waagschale fallen:
Rund um die Maske werden die Menschengesichter möglicherweise ein bisschen braun mit der Zeit, sollten sie tatsächlich bei Sonnenschein die schützende Wohnung einmal verlassen, um vielleicht das eine oder andere einzukaufen, was nicht über das Internet bestellt und durch sonstige Dienste geliefert werden kann.
Unter der Maske selbst wird die Haut dafür dann mit der Zeit wegen all der Ausschläge und Ekzeme und Pilzerkrankungen eher rötlich… Aber wozu hat man die Maske?!
Eben: dann sieht das ja auch niemand und wenn man das Teil eh dauernd anhaben muss, warum dann nicht auch in der Wohnung.
Zum Zähneputzen, Essen oder Trinken kann man es ja abnehmen – und den Spiegel im Bad kann man mit einem Tuch oder einer Riesenmaske ja auch verdecken – damit man sich nicht vor sich selbst erschrickt…
Ach ja, was wäre der Mensch OHNE seine Maske – nicht auszudenken. Ein nackter Gesicht, oh je, das wäre unsittlich, unschicklich und unhygienisch und gehört ab sofort der Vergangenheit, dem finsteren „old normal“ an. Willkommen also im new normal…
Friedrich Schiller – einige werden sich vielleicht erinnern, also der mit der Glocke. Doch nicht? Also dann der mit dem Wilhelm Tell, also dieser Schiller schrieb einmal: „Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.“ Klar, das versteht heute kein Mensch mehr, da alle an Computerspiele und weiß der Kuckuck was für Spiele denkt, an die Schiller ganz sicher nie gedacht hat, zumindest nicht in dem Zusammenhang.
Mit Corona, das leider kein Computerspiel, allenfalls ein Bier ist, muß man ab jetzt ( leider ) sagen: „Der Mensch ist nur noch dort Mensch, wo er in voller Maskierung daherkommt und er ist nur dort maskiert, wo er Mensch ist.“
Heavy, klar und sicher nicht im Sinne Schillers, der würde das eher umgekehrt sehen, aber so ist es nun mal in der „Brave new Orwell Welt“, sprich im „new normal“.

Think about it.

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