Das dunkle Mittelalter, die Inquisition und unsere besten aller sozialen Netzwerke aller Zeiten

Keine Bange, das wird ein kurzer Mini-blog anläßlich des zufälligen Zusammentreffens eines Berichts auf Hartgeld über die Foltertechniken des Mittelalters, also des damaligen „sozialen Netzwerks“ genannt katholische Kirche und einer gerade heute aufgehobenen Sperre bei dem bekanntesten, sozialsten aller sozialen NETZwerke, ihr wißt schon . . . .
Ja, damals im sogen. Mittelalter gab es diese europaweit tätigen ach so sozialen Netzwerke auch schon – was für eine Überraschung.
Der Unterschied zu den heutigen NETZwerken bestand damals darin, daß dieses katholische NETZwerk zwar ungeheuer sozial war, aber der Eintritt war dummerweise unfreiwillig, quasi GEZ – mäßig per Zwangsbeitritt.
Das nannte man damals Christianisierung bzw. mit vollem Namen Zwangschristianisierung.
Nun, wir alle wissen, das ging nicht nur verdammt blutig und sehr tödlich vor sich, es ging auch leider einher mit der völligen Zerstörung der bisherigen echten NETZwerke in Germanien, also dem kompletten religiösen Überbau und Unterbau, man zerstörte auf die übliche soziale Art alle Kultstätten, alle Zeremonienstücke, alle Überlieferungen und Traditionen der Germanen und setzte an die Stelle dieser echten Religion die neue, aber eben viel sozialere, die christliche katholische.
Nun, man muß sich angesichts der Art der Einführung und Durchführung dieses Katholizismus und angesichts der Zerstörung einer ganzen Kultur und der Ermordung von Millionen von Menschen, die sich unverschämterweise weigerten, ihre seit Jahrtausenden angebeteten und verehrten Göttinnen und Götter gegen ein Kruzifix mit einem Leichnam daran einzutauschen und einen Papst in Rom anzubeten, fragen, ob dieses neue römische NETZwerk wirklich das „Gelbe vom Ei“ war und wie es mit den heutigen, viel sozialeren NETZwerken ausschaut.

Ich las in dem Bericht über die damaligen Foltertechniken, die zugegeben sehr fortgeschritten und ausgereift zu sein schienen über das Prozedere des Vorgehens.
Hatte man also damals, also im Mittelalter, so einen Menschen, meist waren es ja Frauen ( . . . ), willkürlich herausgefischt und der z.B. Hexerei beschuldigt – heute würde man Hatespeech sagen, heute würde diese Kirche diesen Menschen vorwerfen, sie hätten gegen die Gemeinschaftsprinzipien der Katholischen Kirche, hier also des entsprechenden weltweit agitierenden NETZwerks verstoßen – dann lief das so ab, daß man diesen Menschen zuerst einmal entkleidete – sonst wäre es ja auch recht langweilig für die Katholiken gewesen, denn schließlich kennen wir das vom Essen: das Auge ißt bekanntlich mit . . . – , um sie dann „auf die Folter zu spannen“.
Heute ziehen die total sozialen NETZwerke ihre Mitglieder nicht mehr aus, sie ziehen sie einfach aus dem Verkehr, was ja unendlich nett und freundlich ist – verglichen mit dem Mittelalter und dem sozialen NETZwerk Kirche.

Genau wie die sozialen, mitunter sogar christlichen, menschenfreundlicheren NETZwerke fragten dann die katholischen Folterer die bereits unter Höllenqualen leidenden, entblößten Frauen oder Männer, ob sie zugeben, gegen die Gemeinschaftsstandards jenes NETZwerkes verstoßen zu haben, also Hetzrede(n) oder ähnlich Furchtbares gehalten oder auch nur gedacht zu haben.
Klar, damals wie heute entscheiden selbstverständlich immer die NETZwerke, was um alles in der Welt eine „Hate-Speech“ denn sein soll, denn einer muß ja entscheiden, da es nichts Schwammigeres als so eine Hate Speech gibt und da diese wunderbar sozialen Katholiken, die Millionen von Nicht-Christen, also Ungläubige, schon ermordet hatten und dies bekanntlich insgesamt 500 Jahre lang unabläßlich getan hatten und selbst niemals auf die Idee gekommen wären, so etwas Furchtbares wie eine Hate Speech über ihre Münder zu lassen, ( die Inquisition dauerte nun einmal so lange ) mußten es jene armen gefolterten Menschen sein, die so eine Haßrede gedacht, aufgeschrieben oder gar ausgesprochen hatten und dafür mußten sie laut den Gemeinschaftsstandards der Kirche, heute der sozialen NETZwerke nun eben leiden – Strafe muß sein, logisch, das versteht doch jeder.

Interessant, daß diese katholische christlich sich nennende Kirche die Gefolterten ständig liebevoll fragte, ob sie sich der Ketzerei – heute Hatespeech oder Haßrede genannt – für schuldig erklären.
Selbstverständlich waren sich die Gefolterten keines Vergehens bewußt und verneinten die „Frage“, genau wie es heute kaum jemanden geben dürfte, der sich „schuldig“ fühlen würde, so etwas Schwammiges, Glitschig.Gummiartiges wie eine Hatespeech auch nur gedacht zu haben.

Soweit so Blut, denn das floß bei den Katholiken in diesen 500 Jahren ständig in Strömen. Wenn die Gefolterten also wahrheitsgemäß aussagten, nichts Ketzerisches getan oder gesagt zu haben, lief die Sache interessanterweise genauso ab wie heute in den sozialen NETZwerken:
Die Folter wurde intensiviert und fortgesetzt und zwar so lange und so intensiv, bis der oder eben meist die Gefolterte zugab, so eine Hatespeech gedacht oder gesagt zu haben, also im heutigen Sinne gegen die Gemeinschaftsstandards der Katholischen Papstkirche bzw. heute der Algorithmen verstoßen zu haben.

Interessanterweise gab es niemals den Fall, daß die Folterer sich geirrt hatten und sagten, gut, nun haben wir so lange gefoltert und das soziale Mitglied hat immer noch nicht gestanden, also wird es die Wahrheit sagen und wir entlassen es aus der Folter.
Und komischerweise erinnert mich das exakt an die heutigen viel, viel sozialeren, weltweiten NETZwerke.

Denn auch hier – angeblich habe ich insgesamt 11 mal gegen so etwas „verstoßen“ au weia – wird man gleich ausgeschlossen, also die Parallele zu: “ Ausziehen und rein in das Folterinstrument! „

Zwar wird man dort, also heute, darauf aufmerksam gemacht, daß man angeblich gegen irgendetwas, was es gar nicht gibt – weder rechtlich noch sonstwie, genau wie es keine Ketzerei oder Hexerei gibt – angeblich verstoßen haben soll ( man bekommt nicht einmal gesagt, wer oder was dies angebliche Gedankenverbrechen begangen haben soll, ein Algorithmus, der sich zum millionsten Male schlicht vertan hat oder jemand von der STASI 2.0 oder irgendein Wicht, dem die „Nase“ des Mitglieds nicht paßte, der oder die neidisch auf die Intelligenz des Angeschwärzten war und ist – nichts erfährt man – ganz genau wie damals im Mittelalter bei der Inquisition ) , aber genau wie in einem totalitären Land, in einer Diktatur gilt die Schuldvermutung, die nicht einmal als Vermutung ausgesprochen wird, sondern einfach postuliert wird – ein rechtsstaatliches Unding, aber wir sind ja hier im Mittelalter bzw. bei den sozialen NETZwerken und da gibt es so etwas wie Recht überhaupt nicht, also ganz und gar nicht, es sei denn man hat so einen „Hövelmann“ an der Hand und kann ihm Tausende von € zahlen – für letztlich nichts.

Früher, ja früher – nein, da war nicht alles besser bei den sozialen NETZwerken, aber da konnte man noch zumindest formal und scheinbar eine Art Gegendarstellung abgeben, also wenn man von seiner Unschuld fest überzeugt war, was bei mir z.B. immer der Fall war – schließlich habe ich als Mensch das Recht auf Denkfreiheit und das Recht, mein Gedachtes in Worte zu fassen, also aufzuschreiben oder laut auszusprechen, das ist mein unveräußerliches göttliches RECHT.

In den neuen sozialen NETZwerken gibt es aber kein göttliches Recht des Einzelnen, denn es gibt zwar hin und wieder diesen Button „bist Du damit einverstanden, gefoltert, also gesperrt zu werden? „, aber der führt ins Leere. Man konnte damals sogar ein paar Zeilen zu seiner Verteidigung tippen – früher wollte man anscheinend noch den Schein der Rechtsstaatlichkeit usw. wahren oder zumindest so tun, heute hat man sich gedacht: „Lernen wir lieber aus dem Mittelalter, das kann so schlecht nicht gewesen sein“ und man hat auch diese Möglichkeit schlicht abgeschafft – macht auch weniger Arbeit, muß man verstehen bei 2 Milliarden Mitgliedern, die alle darauf warten, gefoltert, sorry, gesperrt zu werden.

Ach ja, die Parallelen: der krönende Abschluß der Folterung bestand dann darin, daß die Menschen der Kirche so lange folterten bis der arme Mensch, weil es/ sie dachte, doch noch dem vorzeitigen Tod entgehen zu können, zugab, Hatespeech, Haßrede also Ketzerei betrieben zu haben – na endlich, wer sagt’s denn.

Wer jetzt vorschnell denkt, in diesem Falle gäben die christlichen oder christlich sozialen Herren Folterer ihrem Opfer Tücher zum Abwischen des Blutes und ließen ihm wenigstens eine christliche Wundversorgung im Sinne der Nächstenliebe zukommen, der hat weit gefehlt.
Wenn dieses unter unfassbarer Folter zustande gekommene „Schuldeingeständnis“ abgerungen wurde, dann ging es im Gegenteil direkt zum Scheiterhaufen und der soeben der Folter Entkommene wurde bei lebendigem Leib verbrannt – Himmel, was können wir uns freuen, bei all den ins Auge stechenden, beklemmenden Parallelen zwischen der katholischen Inquisition und den heutigen sozialen NETZwerken: dieser letzte Gang ins Feuer, auf den Scheiterhaufen blieb uns – zumindest bis jetzt – erspart.
Ich merke, da geht ein entspanntes Aufatmen durch die Leserschaft -Himmel, was haben wir es doch gut !!
Ein Dank an das Mark of the Beast, unseren kleinen „Inquisitor“, der für seine 2 Milliarden Schäfchen gnädig nochmal ein Äuglein zugedrückt hat.

Lieb Vaterland, magst ruhig sein . . . Danke also Facebook und all den anderen sozialen NETZwerken und köstliche Grüße aus dem Mittelalter und grüßt mir Rom und den Vatikan !!

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