Christina von 3en oder das Ende einer Illusion

Ich bin immer noch nicht gar im Klaren, ob ich das alles nur geträumt habe oder ob es real war. 
Jedenfalls wäre ich sehr sehr froh, wenn es nur ein Traum gewesen wäre, aber ich muss euch enttäuschen, das war es leider Gottes nicht.
Auch möchte ich vorausschicken, dass ich tiefes Mitgefühl und Mitleid mit diesem armen jungen Mädchen habe, das vorab.
Nun, das erste Mal von dieser C v3en hörte ich von einem ausgerechnet schon an HERZschwäche verstorbenen Freund, einem Schweizer. Er war völlig angetan von einem Mädchen, das er wie eine ungemein weit entwickelte Seherin beschrieb, ich müsse mir dieses Mädchen unbedingt anschauen, sie sei ein wahres Wunder(kind) – ungemein weise, kurz, er kam aus dem Schwärmen nicht heraus. Ich notierte mir den Namen und tat weiter NICHTS. C v 3en verschwand auf einem meiner unzähligen Zettel ( es sind Hunderte, ganz sicher…). 
Der Freund war tot, c v 3en vergessen. Dann tauchte ein neuer Freund aus dem Nichts auf und siehe da, auch er schwärmte plötzlich von einem kleinen Mädchen ( das kleine Mädchen ist inzwischen 17, aber da sie sehr sehr krank war und sicher in der Entwicklung arg zurück, erscheint sie so wie ein kleines Mädchen.) 
Dieser Freund erzählte mir dann, wo er dieses vermeintliche Wunderkind, von dem auch er sagte, ich müsse es unbedingt kennen lernen, es sei ein absolutes Phänomen usw. usw. usw. . 
Sorry, rein gefühlsmäßig schwang da gar nichts von Begeisterung bei mir mit und auf meine Intuition kann ich mich verlassen wie auf sonst nichts in dieser Welt, das ist so und da bin ich auf felsenfestem Grund, da gibt es nicht die Spur eines Zweifels, das hat sich so erwiesen, das ist keine Annahme, schon gar nicht ein vager Glauben ( = Glauben ist bekanntlich der größte Feind des Wissens ) .
Dieser neue Freund erzählte also von einem „Seminar“, wo dieses wie er es beschrieb, sicher mal „göttliche Wundermädchen“ aufgetreten war, vor einer Menge, vor Tausenden Fans, die sage und schreibe 120 oder 160 € nur dafür ausgegeben und bereitwillig gezahlt hatten, nur um etwas original aus dem Munde dieses in meinen Augen sehr armen Mädchens zu hören, die Masse schien laut Beschreibung förmlich an den Lippen dieses Mädchens zu hängen; es war so, daß ich mir vorstellte, der real nie existierende Jesus, eine literarische Erfindung der röm. Kaiser, wie Joseph Atwill u.a. ein für alle Male zu 100% sicher herausgefunden und herausgearbeitet hat, diese von den Römern zudem noch satirisch angelegte Kunstfigur namens „Jesus“ müsse eine Art „Waisenknabe“ gegen dieses scheinbar der Erzählung nach erleuchtete Mädchen gewesen sein. 
Der Clou war aber dann, dass dieser neue Freund von einer Begegnung mit einer kleinen Familie erzählte, die er dort getroffen hatte, ein ehemaliger Dirigent mit seiner jungen Frau und seiner zweijährigen Tochter. . . . 
Unfassbar, es war ausgerechnet mein damals bester Freund, ich hatte die beiden als Trauzeuge begleiten dürfen. Auch sie waren also nun Anhänger dieses kleinen Kindes und hingen an seinen Lippen.
. . . Nun, da gingen bei mir schon – allein durch meine Intuition – die Alarmglocken los. Also machte ich mich auf die Suche und schaute im Internet auf YouTube bei „Time to do“ nach, wo ich etwas zu diesem Shooting-Star der Esoterikszene erfahren sollte, konnte.
Nun, um es gleich zu sagen, ich fand sofort Sendungen mit ihr, aber der „Moderator“ war so ein grauenhaft eklig schleimiger, fieser, dummer, widerlicher Typ ( ich könnte noch Schlimmeres sagen, aber das kann sich jeder denken. . . ) dass ich keine 2 Minuten, vielleicht war es auch nur ein Minute oder weniger ausgehalten habe.
Zum einen hätte ich mich bei längerem Konsum übergeben müssen- was sonst niemals passiert, zum anderen war es so erbärmlich flach und mitleiderregend, diesem überaus armen, hilflosen Mädchen zusehen zu müssen, dass ich mir das Elend nicht länger anschauen konnte.
Irgendeinen Trailer habe ich dann noch mit diesem Kind und seiner Mutter gesehen, wo ich mir dachte, Himmel, wie kann eine Mutter so grausam sein, aus einem so kranken Kind, das sich kaum artikulieren kann, so viel Geld zu ziehen, es so auszuschlachten, denn immerhin gibt es bereits zwei Bücher von ihr, ein drittes hätte längst, längst, längst gedruckt werden sollen, allein der Verleger hat wohl doch starke Skrupel, denn das eine, was mir überlassen wurde, Band 2, ist so dermaßen HOHL, dass man sich fragt, wie da überhaupt noch etwas weiteres geplant oder gar schon von irgendeinem Ghostwriter geschrieben worden sein kann, denn weder die geldgierige Mutter noch das arme, kranke Kind / Mädchen könnten ein Buch schreiben, dazu reichen ihre Fähigkeiten bei weitem nicht.
Ich könnte über die Verwicklungen dieses zweiten Freundes noch lange, lange schreiben, er wollte gar ihr Hof-Fotograph werden, ist aber hochnäsig abgelehnt worden, aber ich möchte es nicht ausufern lassen.
Kurz, ich bekam neulich die Nachricht von ihm, an einem geheimen Ort, der den „Jüngern“ immer nur mitgeteilt wird, wenn sie den horrenden Eintrittspreis überwiesen haben, innerhalb von S.G. auftreten, wieder vor Tausenden von Leuten, er wolle auf jeden Fall kommen, ob ich in Erfahrung bringen könne, wo das sein kann, denn S.G. hat nicht viele solcher großen Hallen.
Nebenbei muss ich einflechten, dass ein gewisser Daniele Ganser gemeinsame Sache mit diesem Kind macht, auch er ist mittlerweile für seine horrenden Eintrittspreise bekannt ( seine Fans winken ab und bedauern ihr IDOL, das ja seinen Luxus-Lebensstil mit Tesla usw. finanzieren müsse, denn alle Unis haben ihn als „Verschwörungstheoretiker“ kurzerhand rausgeworfen, nun tingelt er mit diesem Esoterik -Kind  oder Kind der Esoterik durch die Lande.
Nun denn, ich habe innerhalb von Minuten den geheimen Ort hier in S.G. herausgefunden, es war nur wenige Schritte von mir entfernt.
Und jetzt kommt eben dieses „Schockerlebnis“, das ich nicht allzu lange schildern möchte. Die Tonhalle war nicht, wie auf der „C v 3en“ Homepage angekündigt, ausverkauft, aber der untere Teil war zumindest gut besucht, 140.000 – 160.000 Franken dürfte sie sicher eingenommen haben an dem heutigen Tag. 
Dafür saß dann ein noch zerbrechlicheres Mädchen vorne mit einer Frau auf dem Podium, die die ganze Zeit nur dasaß und gar nichts sagte, während C v 3en ihre Bruchstücke von Sätzen ins Mikrophon hauchte, in dem ihr eigenen Sprechtempo, das in etwa einem Viertel des menschlichen Normaltempos entspricht. Ein 4 Stunden-„Vortrag“ von ihr entspräche demnach einem knapp einstündigen Vortrag eines Normalmenschen, auch wenn er erleuchtet oder wissend, wie auch immer ist.
Zugegeben, es war ein kleine Kunst meinerseits, diesen Oberflächlichkeiten, diesen wirklich nichtssagenden Plattitüden zuzuhören. 
Ich wollte dem Phänomen C v 3en auf die Spur kommen, sonst wäre ich  nach spätestens 15 Minuten wieder gegangen, aber draussen war es auch nicht so toll, es regnete und stürmte und ich habe ja Geduld, es kann nur besser, niemals aber schlimmer werden.
Bevor ich mich entschloss, diese Veranstaltung zu besuchen, hatte ich meinem Freund, der immer wieder darauf bestand, ich müsse C. live erleben, dann springe der Funke auch auf mich über,  schon gesagt, das könne ich mir sparen, ich kann meiner Intuition trauen und ich habe aufgrund dieser Intuition auf FaceBook schon einmal einen krassen, aber extrem ehrlichen Artikel dazu geschrieben, ausserdem könne ich mir diese ELEND nicht auch noch live auf der Bühne ansehen, ich würde so von Mitleid ob dieser Kindesmisshandlung offenbar durch die geldgierige Mutter nicht mit ansehen, ich würde wahrscheinlich versuchen, das arme Mädchen, das die Erwachsenen so dermassen unfassbar vergöttern ( gelinde gesagt!!) , an deren Lippen gestandene, also scheinbar gestandene Menschen hingen als flöße im Sekundentakt mit jedem angefangenen Wort ein Tropfen reinstes Gold aus ihrem Mund, dass ich dieses arme Wesen zu retten versuchen würde, mir das Elend aber nicht auch noch sensationshungrig wie diese Masse der erwachsenen, scheinbar erwachsenen Fans, ansehen möchte, genauso wenig wie ich zu den Menschen gehöre, die sich Verkehrsunfälle anschauen und dann langsam nebenher fahren, um möglichst viel Blut und menschliches Leid sehen zu können.
Nun, die Gelegenheit war da, das Elend nur wenige Schritte von mir entfernt und es sollte ja das genaue Gegenteil von Elend sein, sonst würden nicht Tausende zu ihr PILGERN.
Nun, „Des Kaisers neue Kleider“ sind das eine, c v 3en das andere. Man kann es nicht einmal mit Hans Christian Andersons Märchen vergleichen, denn es war schlimmer als „nackt“, viel schlimmer.
Was dieses arme Mädchen mit der gebrochenen, nicht zerbrechlichen, sondern gebrechlichen Stimme da von sich gab, verschlägt einem Menschen wie mir die Sprache, denn es war weniger als das berühmte Nichts. Ich hatte mit vielem gerechnet, hatte sogar Tage vorher von der „Veranstaltung“ geträumt, aber das sprengte selbst die Träume, denn so etwas Hohles hätte ich mir echt bei aller LIEBE ( davon sprach sie wieder . . . ) niemals auch nur träumen lassen.
Um es kurz zu machen: diese Veranstaltung hat vollends meine Hoffnungen in die Menschen, in die Menschheit dahinfahren lassen. Sieht man diese Teilnehmer – und es waren genug Pausen, um diese Menschen zu „studieren“, so sehen sie nach aussen hin völlig normal, fast intelligent aus, man könnte sich vorstellen, mit ihnen bekannt, gar befreundet zu sein. Aber wenn man weiss, diese Typen haben fast 200 Franken, also real 320 Deutsche Mark für diesen Quatsch, der nicht einmal lustig war ( = Quatsch kann wenigstens lustig sein, wenn er gut gemacht ist ) bezahlt und finden das, was dieses arme Mädchen da in ihr Kopfmikro hineingestammelt hat, hineingeflüstert hat, angemessen und gut, nein, dann weiss man zu 100 % : diese Menschheit ist absolut und unrettbar verloren.
Und nein, ich bin nicht traurig über diese bittere Erkenntnis, es ist immer besser, man kennt die Wahrheit als dass man einer Illusion hinterherrennt, einer Fata Morgana.
Nach ihrem unsagbar schwammigen, an ihre nichtssagenden beiden Bücher anknüpfenden vormittaglichen Teil kam sie anscheinend spontan auf die ungemein göttliche schlaue Idee, die Zuhörer könnten ihre Fragen an sie auf einen Zettel schreiben und diesen, was sie besonders lustig fand und total umständlich auch noch beschrieb wie man es machen sollte, dabei hätte jedes Kleinkind das sofort gewußt, entweder oben von der Empore – wo auch ich saß und wo alles recht leer war, aber man den idealen Überblick hatte – ich sitze auch in den Konzerten immer dort, fliegen lassen oder ihr vorne auf die Bühne zu bringen – an und für sich eine gute Sache. 
Es kamen vielleicht 30 – 40 oder mehr handgeschriebene Zettel zusammen, alles Fragen, die diese Typen, die sich sicher zu allem Elend auch noch für Spirituell oder weiss der Teufel was hielten, an ihre „kleine Göttin“, die allen Ernstes auch noch behauptete, sie wolle kein Guru sein ( ich hätte fast laut losgebrüllt vor Lachen), hilfesuchend gerichtet hatten, in etwa so wie man früher Fragen an das Orakel von Delphi stellte . . . .
Ich war logischerweise mega gespannt. 
Nun, sie sah sich die Fragen an – ich konnte es ja von oben aus allernächster Nähe bestens sehen – als habe sie überhaupt Schwierigkeiten, zu lesen – unfassbar.
Dann nahm sie irgendwann einen Zettel, auf dem die Frage nach der idealeren Schule stand, und schwafelte in einem fort in ihrem unbeschreiblich langsamen Tempo, wobei der Begriff „Tempo“ schon falsch daher kommt, verbindet man ihn doch mit Schnelligkeit. 
Man muss sich die guten alten Tonbandgeräte, die Bandmaschinen vorstellen. Wenn man da mit der Hand drankam, konnte man die Geschwindigkeit auch arg drosseln, was sich grusig anhörte. In etwa so langsam kan das Geschwafel und Gelabere daher. Sie erzählte ein ururalte Geschichte aus ihrer Schulzeit mit dem CO2, das einmal schwerer und einmal als leichter als Luft dargestellt wurde, ein Erlebnis, das offenbar traumatisch auf C. gewirkt haben muss und das wohl das einzige war, was sie aus ihrer Schulzeit behalten hat – immerhin.
Peinlich nur, dass selbst mir das schon bekannt war, obwohl ich so gut wie nichts von ihr wußte – vergleichen mit ihren Fans dort unten.
Nein, zu wissen, dass diese völlig normal dreinscheuenden Menschen sich solche einen Krampf anzuhören in der Lage sind, ja extra wegen dieses Krampfes den sicher meist weiten Weg, vielleicht mit Hotelübernachtung und und und in Kauf nehmen, diese 320 DM bezahlen für nichts, für weniger als nichts.
Ich habe mir den ganzen Krampf teils noch aufgeschrieben, weil ich dachte, das glaubt Dir niemand, dass das Mädchen, mit dem ausgerechnet der FRÜHER ebenfalls einmal von mir geschätzte Daniele Ganser zusammen auftritt, weil er die „Synergie“ des Geldes gerochen und geschmeckt zu haben scheint, dass dieses arme, früher sehr kranke und zurückgebliebene Mädchen da von sich gibt, so einen Unsinn und solche Plattitüden kann kein Mensch sich je ausdenken. Auch wenn ich eine Satire schreiben sollte, käme ich niemals auf so schräge, nichtige Sachen, weil man auch in der Satire noch Sinn vermuten und hineinschreiben sollte. 
Dass jemand aber ein paar Stunden lang praktisch nichts sagt und nur so belanglose Dinge unbeholfen ohne Ende ins Mikrophon  „haucht“, kein Dichter hat das „auf dem Radar“, einfach weil auch kein Dichter sich vorzustellen vermag, wie dumm, wie abgrundmäßig dumm ganz nach aussen hin normal erscheinende Menschen sein können.
Kurz und gut, Cv3en griff sich noch ein paar Zettel heraus, alle gefüllt mit Nichtigkeiten, esoterischem Schwach-, Un- oder Leichtsinn und gab solch einen oberflächlichen Unsinn, solche Plattitüden dazu von sich, dass es einem die Sprache verschlag und ich dachte, jeden Moment müßten alle Zuschauer – und der Saal unten war voll (!!) – müßten jederzeit mit einem Ruck aufstehen und schreiend hinauslaufen – aber es geschah nichts, gar nichts, irgendwer von der Cv3en Truppe hatte wohl den Auftrag, an völlig belanglosen Stellen zu klatschen, um dem Ganzen zumindest den Anschein von „Substanz“ zu geben und auch da war das Traurige: es folgte was immer folgt, einige klatschten mit, um zu zeigen, dass sie zugehört und nicht wie einige sichtbar eingeschlafen waren.
Nun, nachdem sie von den Unmengen an Fragen, die bei normalem Tempo ich selbst locker, getarnt als Nachfolge-Guru, unter sicher mal tobendem Applaus innerhalb einer knappen Stunde abgearbeitet hätte – ohne Scherz !! – nachdem sie 4 oder 5 in ihrer unbeschreiblich langsamen und belanglosen, beliebigen Art „beantwortet“ hatte, hatte sie die spontane Idee, nun sollten für 10 Minuten alle Zuhörer sich mit ihrem Nachbarn über Ausserirdische unterhalten !!!! Nun, ich hatte vor mir einen älteren gestandenen Schweizer sitzen und obwohl ich mich erst gar nicht in diesem verrückten Verein unterhalten wollte, führten wir ein interessanteres Gespräch in diesen 10 Minuten als der gesamte ganztägige Vortag jener Cv3en.
Nach dem Gespräch hauchte Cv3en noch etwas ins Mikrophon, dann hatte sie die glorreiche Idee, dass sie genug gesagt hätte – immerhin hatte sie ja zu 4 bis 5 von 30 – 40 Fragen etwas ins Mikrophon ge. . . . haucht, keine Ahnung, wie man das nennen könnte – und bat oder verlangte von den Zuhörern, dass jeder sich mit seinem zufälligen Nebenmann 10 Minuten über Aliens, über Ausserirdische unterhalten solle.
Ich hatte nicht die geringste Lust, mich mit dieser unfassbar trägen, seltsamen „Masse“ auch noch zu unterhalten, vor mir saß ein älterer Herr, ein Urschweizer, der sich gleich zu mir hinwandte und ich muss sagen, unser Gespräch war noch das Beste vom ganzen Tag . . . 
Nach dem auf 15 Minuten hinausgezogenen Zweiergespräch über Ausserirdische hoffte ich, idealistisch wie ich nun mal bin, positiv wie ich nun mal bin, dass zumindest zum Schluss etwas Substanzielles, zumindest in irgendeiner Form Sinnvolles von Cv3en gesagt würde, sie könnte dazu ja auch irgendetwas von Goethe, Schiller, Gott oder sonstwem einfach nur mit und in ihrer total gebrechlichen Stimme zitieren oder einblenden, aber auch da wurde ich kläglich enttäuscht.
Cv3en hatte sich da gedacht, nach den 15 Minuten sei eh bald Schluß – ich dachte, es ginge bis 18 Uhr, nach diesem Zweiergespräch mit dem Sitznachbarn war es aber gerade mal 17:15 Uhr, nun, Cv3en kam jedenfalls die Idee, ihr Ziel sei es, dass die Leute zufrieden nach Hause gingen und was sei da besser als zu einem von ihren technischen Helfern eingespielten belanglosen Liedchen zu tanzen. 
Die Zuschauer im Konzertsaal sollten also alle aufstehen und einfach drauflos tanzen, im engen Saal und wenn möglich auf der Bühne.
Es war ein zugegeben sehr sehr skurriles Bild, Cv3en stand sehr unbeholfen alleine da, um sie herum fingen einige unbeholfen an irgendwelche Bewegungen, Verrenkungen zu machen, die meisten, die dem nachkamen, bewegten sich vor und zurück, so wie wir es von einigen uns sehr fremden „Religionsausübenden“ kennen, die auf dem Fleck stehen bleibend ihren Körper nach vorne und zurück bewegen, wie gesagt, sehr skurril, sehr crazy das alles und ich habe mich schnell aus dem Staub gemacht.
Das war es also, was noch den letzten Rest an Glauben an diese aktuelle Menschheit wie einen dichten Nebel in der Sonne dahinschweben liess: die Menschheit als solche ist definitiv verloren – ohne wenn und aber . 

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